Prüfung
(Rettungshundeteam-Prüfung vom 26.-27.09.2009 Sparten Fläche und Trümmer)
Hallöchen,
mein Name ist Sam ich bilde mit meinem Herrchen Dirk Kasen ein Rettungshundeteam der RHS Region Aachen.
Ich wollte Euch von meinem Erlebnis am letzten Wochenende berichten. Ich war mit meinen Kumpels Balu und Fly und Labbifreundin Chira das ganze Wochenende auf Axe. Das war total toll.
Zunächst ging es Samstag Morgen etwas früh los, aber dadurch dass der ganze Tag ein einziger Spaßfaktor für mich und meine Kumpels werden sollte, war es das frühe Aus-dem-Körbchen-holen wirklich wert.
In Güdderath angekommen, mussten wir erstmal ein bisschen im Auto sitzen bleiben, denn unsere Herrchen und Frauchen mussten erstmal zeigen, dass Sie auch brav Ihre Fachfragen gelernt hatten. Danach durften wir endlich zu der von den Menschen genannten „Verweisprüfung“ auf die toll riechende Wiese hinter dem Gebäude. Ich kann Euch sagen, da lag für jeden von uns einfach eine Person auf dem Boden und wartete nur darauf von uns gefunden und angebellt zu werden. Totaaaal einfach und ein riesen Spaß für so einen Samstag Morgen.
Danach mussten wir wieder ein bisschen warten und dann ging es auch schon mit ein bisschen „Unterordnung“ weiter. Wir liefen gemeinsam über die Wiese und haben tolle Übungen gemacht. Da ich ja weiß wie stolz mein Herrchen danach auf mich ist, habe ich auch alles brav gemacht was er mir an Hörzeichen gegeben hat. Ich denke es hat ihm genau so viel Spaß gemacht wie mir.
Dann sind wir in den Wald gefahren. Ich war vielleicht aufgeregt! Endlich mit meinem Herrchen ein bisschen um die Bäume rennen. Nur warum einige Menschen so seltsam anders waren? Ich glaube in Menschensprache heißt dies „nervös sein“. Warum könnt ihr lieber die Menschen selber fragen. Wir Hunde hatten jedenfalls unseren Spaß. Aber lange Rede kurzer Sinn, als es endlich los ging, musste ich erstmal an der Leine ne ganze Weile den Weg lang gehen bis hin zu einer Gruppe Menschen. Die unterhielten sich dann erstmal mit meinem Herrchen und ich musste blöde auf der Stelle liegen und geduldig warten. Wenn die wüssten wie groß meine Vorfreude war, endlich wieder im Wald herumlaufen zu dürfen. Aber nööö… darauf nimmt ja keiner Rücksicht. Dann endlich fertig geredet, hat er auch noch ein bisschen Puder im Wald verteilt. Aber danach ging es endlich los. Ich bekam meine Kenndecke an und schon ging es ab ins Gebüsch. Aber die zwei Menschen haben sich für mich und meine Kumpels nicht gut genug versteckt. Wir haben alle beide gefunden und so wie die Menschen mit den Schreibbrettern in der Hand das danach sagten auch alles andere gut gemacht. Nachdem ich beide gefunden hatte, war ich erstmal aus der Puste. Es waren ja schließlich schon wieder 20 Grad warm. Aber es war sehr schön zu sehen, dass alle zufrieden gelächelt haben. Dann mussten wir weiter an der Leine gehen, aber ich musste mich sowieso erstmal erholen.
An ein paar Tischen und Bänken angekommen, haben sich dann alle umarmt und auch alle gelächelt. Ich denke meine beiden Kumpels hatten an diesem Tag genau denselben Spaß wie ich.
Also noch mal herzliche Glückwünsche an
Fly mit dem „hypernervösen“ Frauchen Silke Braun
Balu mit dem „rasenden“ Herrchen Thomas Wenge
und natürlich auch meinem Herrchen dem „ach so geduldigen“ Dirk Kasen
Unser Dank gilt insbesondere den Bewertern, Organisatoren LV und Prüfungsleitern sowie den Kollegen die in den Verstecken für uns auslagen!!!
hündische Grüße
Sam
(B.F)
Einsatz Ratingen 15.08.2009
Am Mittag des 15.08.2009 wurde die Rettungshundestaffel zur Unterstützung bei einer großflächig angelegten Personensuche nach Ratingen angefordert. Vermisst wurde seit Freitagabend eine 67 Jahre alte demente Frau, die von ihren Spaziergang nicht zurückgekehrt war. An der Suche waren 13 Rettungshundestaffeln von ASB, DRK und den Johannitern beteiligt. Unterstützt wurde die Suche von einem Polizeihubschrauber. Gegen 19 Uhr fand ein Rettungshundeteam die vermisste Person, die anschließend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde.
Einsatz Viersen/Dülken 12.08.2009
Viersen-Dülken - Gegen 21:15 Uhr verließen am Dienstagabend zwei 11- und 12-jährige Schwestern mit dem Hund der Familie das Elternhaus an der Dülkener Nette, um die allabendliche Gassi-Runde zu drehen. Etwa eine Stunde später kam der Hund alleine nach Hause zurück. Eltern und Bekannte machten sich sofort auf die Suche nach den beiden Mädchen, fanden die beiden aber in den nächsten Stunden nicht. Um 01:15 Uhr wurde die Polizei eingeschaltet. Etwa 40 Angehörige der Feuerwehr, die DRK-Hundestaffel und zahlreiche Polizisten suchten den Bereich rund um den Wohnort der Kinder noch einmal ab - bis in den frühen Morgenstunden ohne Erfolg. Nach Tagesanbruch wurden weitere Polizeikräfte zusammengezogen und durchkämmten mit etwa 70 Mann Maisfelder, in deren Nähe Passanten gegen 06:00 Uhr zwei Mädchen gesehen hatten. Auch diese Suchmaßnahmen, die von einem Polizeihubschrauber unterstützt wurden, führte jedoch nicht zur Auffinden der Mädchen. Gegen 08:15 Uhr meldete ein weiterer Passant, dass er etwa eine Stunde vorher zwei Mädchen in der Nähe der B 7 gesehen habe, die sich offensichtlich bewusst versteckt hielten. Eine Ausweitung der Suche in diesen Bereich fruchtete nicht. Um 09:30 Uhr kam ein erlösender Anruf: Aus Mönchengladbach teilte eine Verwandte der beiden Mädchen mit, dass die beiden wenige Minuten vorher dort aufgetaucht seien. Beamte der Viersener Polizei holten die Kinder dort ab und brachten sie zu den Eltern. Die Kinder erzählten, dass sie aus reiner Abenteuerlust weggeblieben seien und sich den größten Teil der Nacht unter der Plane einer Strohmiete und auf einem nahe gelegenen Bauernhof verborgen gehalten haben. Sie haben aus ihren Verstecken auch Polizisten gesehen. Als ihnen dann bewusst wurde, dass die Polizisten vermutlich nach ihnen suchten, hat sie vermutlich der Mut verlassen, nach Hause zu gehen. Sie sind deshalb zu Fuß zum Dülkener Bahnhof gegangen und vor dort aus mit dem Zug zu der Verwandten nach Mönchengladbach gefahren. Die Kinder sind wohlbehalten in der Obhut ihrer Eltern.
Pressebericht Kreispolzeibehörde Viersen
Einsatz Monschau 24.07.2009
Schreie im Wald und ein dumpfer Schlag:
Monschau. Mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und der Hundestaffel des Roten Kreuzes waren am späten Donnerstagabend an einer Personensuche im Bereich der Monschauer Schwimmhalle beteiligt. Wanderer hatten bei einbrechender Dunkelheit einen Hilferuf und einen dumpfen Schlag vernommen, diesen aber nicht genauer orten können. Um 21.34 Uhr hatte ein Anrufer die Polizei darüber informiert, dass man im Bereich der Schwimmhalle Hilferufe gehört habe. Der Zeuge gehörte zu einer ortsfremden vierköpfigen Wandergruppe, die um diese Zeit noch im Waldgebiet zwischen Burgring und Viadukt am Steindriesch unterwegs war, als man nach übereinstimmender Auffassung plötzlich «einen lauten Hilfeschrei und einen dumpfen (Auf-)Schlag» hörte, wie es später im polizeilichen Protokoll hieß. «Durch die Tallage am Kleinen Laufenbach konnten die Wanderer aber nicht mit Gewissheit sagen, von wo die Geräusche gekommen waren», schilderte Feuerwehrsprecher Heiner Sauren den Einsatzanlass. Da die Wanderer nach Feuerwehrauskunft aber «absolut seriös und glaubhaft» waren, fuhren die Rettungsdienste das große Programm auf: Neben dem Löschzug der Altstadt Monschau wurden die Löschgruppen Imgenbroich, Konzen und Mützenich sowie die Führungsgruppe der Löschgruppe Höfen alarmiert und für die Personensuche im dichten Waldgelände herangezogen. Das Rote Kreuz rückte mit RTW und Notärztin an und orderte seine Suchhundestaffel aus Aachen, die später mit vier Spürhunden den Wald durchkämmte. Die Einsatzleitzentrale wurde auf dem Vennbad-Parkplatz eingerichtet, am aufgestellten Landkartenständer überlegten die Führungskräfte, wie man im sehr schwierigen Gelände des Kleinen Laufenbachtals sinnvoll bei der Suche vorgehen könnte. Der dichte Wald, das felsige Gelände und heftige Regenfälle erschwerten die Suche, zumal es mittlerweile dunkel geworden war. Die eingeschaltete Beleuchtung im seit anderthalb Jahren brach liegenden Vennbad beleuchtete zumindest das direkte Umfeld der Schwimmhalle. Mit Taschenlampen und der Wärmebildkamera der Roetgener Feuerwehr durchstreiften die Feuerwehrmänner das Waldgebiet, zogen den Kreis immer weiter bis hoch zur Hauptschule auf der Haag - ohne Ergebnis. Auch die Suche auf der großen Baustelle an der Turnhalle sowie rund um Realschule und Schwimmhalle verlief ergebnislos. «Wir sind mit unseren Möglichkeiten am Ende», musste Heiner Sauren nach knapp zweistündiger Suche konstatieren, und so wurden «weitergehende Maßnahmen» eingeleitet. Aus Düsseldorf wurde der Polizeihelikopter «Hummel» angefordert und kreiste mit der Wärmebildkamera eine Stunde lang über dem Gebiet, ohne eine Person ausfindig machen zu können. Auch die inzwischen eingetroffene Hundestaffel wurde nicht fündig.Kurz nach Mitternacht dann die überraschende Wende: Zwei Frauen aus dem Stadtgebiet Monschau trafen am Einsatzort ein und berichteten von einer «vermissten und angeblich suizidgefährdeten Person», wie die Polizei am Freitag bestätigte. Mit Hilfe der weiteren Schilderungen der Zeuginnen fügte die Polizei das Puzzle zusammen, nachdem auch die angegeben Zeiten mit den Angaben der Wanderer übereinstimmten.So hatte es «nach den bisherigen Zeugenaussagen und polizeilichen Ermittlungen», so Polizeisprecher Michael Houba, offenbar zur genannten Zeit gegen 21.30 Uhr «eine verbale Auseinandersetzung unter Eheleuten auf dem Parkplatz an der Schwimmhalle» gegeben. Der vernommene Hilferuf fiel vermutlich im Ehestreit, eine überraschende Erklärung gab es aber für den vermeintlichen «dumpfen Aufschlag»: Der aufgebrachte Ehemann hatte im Krach offenbar mit der Faust gegen die Kunststoffwand eines Dixi-Toilettenhäuschens geschlagen, das wegen der Sanierungsmaßnahme an der Realschul-Turnhalle dort aufgestellt ist.Trotz der überraschenden Wendung wurde die Suche zunächst nicht abgebrochen, da man den nach Auskunft der Angehörigen suizidgefährdeten Gesuchten noch im Gelände vermutete. Gegen 1 Uhr erreichte die Helfer dann jedoch die Meldung, dass der 32-Jährige wohlbehalten am Wohnort angetroffen worden sei.






